Entspannungstechniken
• Progressive Muskelentspannung einzeln oder in Gruppen

Der amerikanische Arzt und Psychologe Edmund Jacobson
entdeckte bereits anfangs des letzten Jahrhunderts, dass zwischen dem
psychischen Befinden und dem Grad der Anspannung der Körpermuskulatur
eine direkte Beziehung besteht.
Wer hat das nicht auch schon erlebt? Etwas erschreckt uns, wir bekommen
Angst, die Schultern gehen hoch, das Gesicht erstarrt, die ganze Muskulatur
verspannt sich, der Körper zittert.
Ist die Gefahr oder die Angst überstanden, bekommen wir weiche Knie; die vorgegangene intensive Anspannung lässt nach. Die Schultern senken sich, das Gesicht nimmt wieder die normale Farbe an und die Gesichtszüge entspannen sich.
Der psychische Zustand des Menschen hat demnach eine direkte Auswirkung auf das Spannungsfeld der Muskulatur.
Jacobson fragte sich aufgrund dieser Erkenntnis, ob es möglich ist, auch durch umgekehrte Entspannung der Muskulatur auf das psychische Befinden des Menschen einzuwirken. Er versuchte daraufhin bei seinen Patienten Gefühle von Angst, Anspannung und innerem Druck durch eine gezielte, bewusste Muskelentspannung günstig zu beeinflussen.
Seine Überlegung erwies sich als richtig und die Methode funktionierte. So wie wir einen Knoten von hinten wieder auflösen müssen, damit wir ihn entwirren können, konnte Jacobson nachweisen, dass Stress, Angst und inneren Druck nachlassen, wenn die Muskulatur ausreichend entspannt ist.
Viele Menschen sind sich im Alltag nicht bewusst, dass einzelne Muskelgruppen ständig übermässig angespannt sind.
Einsatzgebiet der muskulären Tiefenentspannung:
Stress, Hektik, Druck am Arbeitsplatz, Probleme in der Beziehung und
Vieles mehr, führen dazu, dass sich der Körper und die Psyche nicht
mehr voll entspannen können.
Die muskuläre tiefen Entspannung ist besonders geeignet
bei folgenden Beschwerden und Erkrankungen:
- Spannungszustände und innere Unruhe
- Herz-Kreislaufbeschwerden , Bluthochdruck oder nach einem Herzinfarkt
- Befindlichkeitsstörungen wie z.B. Ein- und Durchschlafschwierigkeiten
- muskuläre Verspannungen, Migräne
- Reizdarmsyndrom, begleitet mit entzündlichen Darmerkrankungen
- Wechseljahrbeschwerden, Menstruationsprobleme
- Tinnitus und Schwindel
(wird nach den Herbstferien angeboten)
Sie stehen andauernd unter Strom, Stress, Unruhe; Wut
ist Ihr Begleiter, Abschalten ist zum Fremdwort geworden und der Druck
lässt Sie fast aus der Haut fahren.
Sie sind fahrig und unfähig sich auf etwas zu konzentrieren. Kein schöner
Zustan.
Ruhig und gelassen bleiben, dem hektischen Alltag entkommen, selbstbestimmend durchs Leben gehen.
Klingt Himmlisch!
Wer wünscht sich das nicht?
Autogenes Training unterstützt Sie dabei.
Mit Hilfe des Autogenen Trainings lernen Sie sich selbst tief zu entspannen und neue Energie zu tanken.
Körper und Geist, die stetig auf Aktivität gepolt sind, werden sozusagen von Ihnen selbst auf Erholung umgeschaltet.
Das Autogene Training wurde vor beinahe Hundert Jahren vom Berliner Arzt J.H. Schulze entwickelt. Mit Hilfe dieser Entspannungstechnik kann man lernen sich selber in kurzer Zeit zur Ruhe und einem angenehmen Zustand der Tiefenentspannung zu bringen.
In der Praxis wird vorwiegend die Grundstufe angewendet, die auch psychotherapeutisch wirksam ist.
Autogenes Training wird vorbeugend angewandt bei:
- Sportlern
- Managerschulungen
- zur Vorbeugung des Burnout Syndroms
- hilfreich ist Autogenes Training auch bei Lernblockaden oder Prüfungsängsten
Pathogene Indikationen bei den Autogenes Training angewandt
wird, sind:
- Psychosomatische Erkrankungen
- Neurosen
- Flug- oder Platzangst
- Reizdarmsyndrom
- Magengeschwür
- nach einem Herzinfarkt
- oder als Zusatz Therapie bei einer Krebserkrankung